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„Darf ich was gucken“?

Damit das Kind nicht von Vornhinein völlig verblödet versuchen wir das „gucken“ – das passive vor der Glotze sitzen – so gut es irgend geht zu vermeiden. Unter der Woche wird gar kein Fernsehen geschaut – am Wochenende können wir darüber reden.

Wichtige Parameter sind dabei: das Kind schaut nichts, was man nicht schon einmal zusammen geschaut hat bzw was zu einer bekannten Serie gehört und somit bekannt ist. Es wird konkret verabredet und versprochen mit Handschlag und in die Augen sehen, was und wieviel davon geschaut wird.

Beispiel Verabredung „was gucken“: Zwei Folgen „Meine Freundin Conni“ – danach machst Du den Laptop zu und bringst ihn mir dann ganz vorsichtig und mit beiden Händen festhalten dabei.

So in der Art … wird keinerlei solche Verabredung getroffen findet man sich sehr schnell in der Situation noch eine Folge und noch eine Folge und noch eine Folge und nun aber wirklich nur noch eine einzige Folge starten zu müssen und schwubs hat das Kind nichts getan als den gesamten Vormittag / Nachmittag / Abend passiv auf der Couch zu liegen und das Gehirn gut durchgelüftet zu haben (da auf Durchzug geschaltet). Die Frage nach dem „was hast Du denn alles gesehen und was ist da passiert“ wird dabei nur selten beantwortet.

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